Hand in Hand - die weltliche und kirchliche Gerichtsbarkeit

Beitragsseiten

RechtssystemeAuch die weltlichen Gerichtsverfahren haben sich ab dem 13. Jahrhundert gewandelt.

 Während zuvor ordentliche Gerichte aufgrund einer Anklage über den Beschuldigten zu sprechen hatten (Akkusationsprinzip), nahm diesen Platz zusehends das Inquisitionsprinzip ein, das die weltliche Justiz von der Kirche übernahm und bei dem man von vornherein von der Schuld des Angeklagten überzeugt war.

 Die Schuld zu widerlegen, war für den Delinquenten in der Regel nur durch den Tod möglich.

 

Allerdings hatte die Kirche nicht die Befugnis zur Blutgerichtsbarkeit; die Inquisitoren waren reine Schreibtischtäter und mussten Abtrünnige der weltlichen Rechtsprechung überstellen. In den späteren Jahren der Hexenverfolgungen nahm der Anteil der Freisprüche an den Prozessen aufgrund differenzierterer Rechtsprechung und des Kostendrucks zu. Im 16. und 17. Jahrhundert waren es im österreichischen Vorarlberg beispielsweise 31 %.


 Reichswappen heiliges römisches Reich Deutscher Länder

Reichswappen

 

 

Schwartzenberg-mit-Wappen Kaiser-Karl-V-mit-Wappen 

Diese beiden Männer schrieben die Rechtssysteme, die in Deutschland bis 1871 gültig waren.


Drucken  
0
0
0
s2smodern